„Ich kann nicht schön schreiben“, „meine Handschrift sieht schludrig aus“, „Kalligrafie ist nur etwas für Leute, die eine ebenmäßige Handschrift haben.“ Solche und ähnliche Sätze habe ich schon oft gehört: Viele trauen es sich nicht zu, die schöne Schrift mit Feder und Tinte auszuprobieren, weil sie glauben, ihre Handschrift würde sich auch dort bemerkbar machen. Aber es gibt Hoffnung, denn: Kalligrafie hat mit eurer Handschrift nicht viel zu tun.

Eure Handschrift benötigt ihr jeden Tag, etwa um schnelle Notizen zu machen, und so ist sie bei vielen Menschen nicht unbedingt „schön“. Sicher gebt ihr euch schon mehr Mühe, wenn ihr einen Brief schreibt oder einen Eintrag in einem Gästebuch verfasst. Aber Hand aufs Herz: Wie oft „übt“ ihr tatsächlich, schön zu schreiben?

Und das ist das Geheimnis: Kalligrafie braucht Übung. Es geht nicht darum, perfekt zu werden, sondern darum, an seiner Schrift zu arbeiten, denn „Practice makes progress“, und nur das. Niemandem ist es in die Wiege gelegt, Kalligrafie zu können, und auch die größten „Master Penmen“ haben einmal ganz klein angefangen.

Das ist das Stichwort: Anfangen! Vielleicht ist dies der schwierigste Teil der ganzen Reise: wo und vor allem wie? Dabei möchte ich euch helfen. Meiner Erfahrung nach lernt man durch Workshops am besten, denn dort bekommt man direkt eine Rückmeldung auf das, was man tut, und somit ein gutes Rüstzeug, um selbständig weiterzumachen. Inzwischen gibt es aber auch eine Vielzahl an Büchern über Kalligrafie, und im Internet findet ihr unzählige hilfreiche Tipps und Tricks zum Selbstlernen und Weiterlernen.

Beides gibt es auch bei mir: Im Raum Wiesbaden/Frankfurt gebe ich Workshops zur klassischen Copperplate-Kalligrafie – der perfekte Ausgangspunkt für viele weitere Kalligrafie-Schriften, unter anderem für die gerade so beliebte moderne Kalligrafie. Und in meinem Blog werde ich nach und nach praktische Tipps und Anleitungen veröffentlichen, damit ihr euch die Kalligrafie selbst beibringen könnt.